Manchmal möchte man gar nicht glauben, was man so zu sehen und zu hören bekommt, aber der Karren lässt sich anscheinend noch ein bisschen weiter in den Dreck ziehen, obwohl er schon längst festsitzt. Pharmaka sind ein lukratives Geschäft mit Gewinnmargen weit über tausend Prozent. 1 Pille, 650mg, mit dem Wirkstoff Acetylsalicisäure kostet in den USA gerade mal 9 US-Cent. 20 Stück, a 500mg, in Deutschland über 5 Euro. Dieser Wirkstoff befindet sich u.a. in Aspirin. Aber als wenn diese Unverschämtheit noch nicht genug wäre kennt die menschenverachtende Ausbeutung der Pharmaindustrie keine Grenzen.
Medikamente müssen getestet werden, bevor sie auf den Markt kommen und am zuverlässigsten testet man sie am Menschen selbst. Nur sind die Auflagen und Kosten in den westlichen Industrieländern anscheinend zu hoch, doch die Globalisierung macht es möglich und so schaut man sich einfach mal in Indien um. Aber nicht nur Indien, die großen Pharma-Firmen betreiben seit Jahren ihre Testreihen auch in Entwicklungsländern wie Bangladesch, China und Afrika. Für viele Menschen in den Entwicklungsländern sind diese Versuchsreihen die einzige Chance, überhaupt an medizinische Versorgung zu kommen.
Apropos Panzer, auch Indonesien hat Bedarf an deutschen Panzern. Kein Problem. Da kann Deutschland behilflich sein und liefert 100 Leopard-Panzer. Die erste Lieferung soll im Oktober Jakarta zur Verfügung gestellt werden. Natürlich alles nur für den Frieden…
Die Hölle wird für den Heiligen Krieg der NATO aufkommen
Heiliger US-Krieg kostet indischen Fischer das Leben
Wie paranoid die Amis schon sind, beweist nicht nur, dass sie u.a. mit dem US-Kriegsschiff “USNS Rappahannock” im Persischen Golf patrouillieren, sondern dabei ein indisches Fischerboot beschossen. Ein Toter und drei Verletzte.
Nachdem am Montag im Norden Indiens das gesamte Stromnetz wegen Überlastung zusammengebrochen ist, sind am heutigen Dienstag 13 Uhr Ortszeit wieder 19 von 35 Bundesstaaten ohne Strom, nachdem drei regionale Netze ausgefallen sind.
In New Delhi fiel das gesamte Metronetz aus, landesweit blieben rund 400 Züge auf der Strecke. Die Energie des internationalen Flughafens musste mit Notstromgeneratoren gespeist werden. Ebenso erging es vielen Krankenhäusern.
Der Vorsitzende des staatlichen Energieunternehmens Power Corporation, Avinash Awasthi, sagte, es ist der folgenschwerste Stromausfall in Indien seit elf Jahren. Aufgrund der schwachen Monsunregen betreiben viele Bauern elektrische Wasserpumpen. In Spitzenzeiten fehlen den Energieunternehmen gut 10% an Leistung. Energieminister Sushil Kumar Shinde machte für den jüngsten Stromausfall auch die Unionsstaaten verantwortlich, die mehr als die ihnen zustehende Menge an Elektrizität abgefragt hätten.
Nun kann man sich in etwa vorstellen, welchen Energiehunger Indien und China stillen müssen, wenn sie mit den westlichen Industriestaaten mithalten wollen…
Es wäre vermessen zu behaupten, dass dieser Polit-Blog irgendetwas verändern würde in dieser Welt. Nach tausenden von Jahren Evolution ist der Mensch immer noch gewalttätig. Kriege, Hunger und Umweltkatastrophen haben schlimmere Ausmasse angenommen als jemals zuvor. Deshalb kann ich in diesem Blog nur darüber berichten, aber es wird nichts verändern, denn dann hätte eine Veränderung schon stattgefunden, weil über all diese Schrecken auf dieser Erde schon solange berichtet wird wie es Menschen gibt.
Warum das so ist, darüber erzählt einer meiner “Lieblingsphilosophen” Jiddu Krishnamurti. Während 25 Jahren,von 1961-1985, verbrachte Krishnamurti jeden Sommer mehrere Wochen in Saanen im Berner Oberland und hielt dort Reden vor einem internationalen Publikum.
Millionen Tonnen Elektroschrott fallen weltweit jährlich an. Doch das wenigste davon wird recycelt. Allein 150.000 Tonnen Schrott werden aus Deutschland illegal ins Ausland, Afrika und Asien, verschifft.
In Afrika, vornehmlich Ghana, wird das giftige Plastik von Elektrogeräten einfach in der freien Natur verbrannt, um an das begehrte Kupfer zu kommen. Diese Arbeit machen überwiegend Kinder unter 10 Jahre. Sie vergiften dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch die Umwelt, weil die Gifte ungehindert in den Boden und das Grundwasser gelangen.
In Indien werden die wertvollen Metalle in Säurebäder herausgewaschen. Und natürlich besteht auch hier kein Schutz für Mensch und Umwelt.
Um 1 Gramm Gold zu gewinnen werden teilweise tausende Meter tiefe Stollen gegraben und 1 Tonne Erz bewegt. 40 ausrangierte Handys ergeben die gleiche Menge an Gold.
Aber da das recyceln von Elektrogeräten in den so fortschrittlichen Industrieländern zu teuer ist, werden die wahren Schätze einfach als Schrott in die Dritte Welt verfrachtet. Und als Krönung westlicher Dekadenz, versklaven wir weiterhin die Ärmsten der Armen und lassen sie für einen Hungerlohn ihre eigenen Bodenschätze für uns ausgraben.
Es ist ja schon ekelerregend, wenn Industrienationen mehr Geld für Waffen ausgeben, als für die soziale Infrastruktur des eigenen Landes.
Wenn aber dann Länder wie Indien, in denen Millionen von Menschen unter der Armutsgrenze vegetieren, mal eben ein paar Milliarden Dollar locker machen, um Kriegsgeräte zu beschaffen, dann lässt sich Zynismus wohl nicht mehr überbieten.
Daten der Rüstungsausgaben weltweit für das Jahr 2008
Countries of Interest (in billions of current U.S. dollars) Country 2008 Spending
United States (including war and nuclear) 696.3
Canada 19.8
China 83.5
Russia 86.0
United Kingdom 60.8
France 67.2 Germany 46.9
Japan 46.0
Italy 30.9
Saudi Arabia 38.2
South Korea 24.2
Israel 14.8
Taiwan 10.5
Iran 9.6
Pakistan 4.4
Venezuela 3.3
Vedanta gehört zur indischen Philosophie und teilt sich auf in mehrere Glaubenssysteme. Wörtlich übersetzt heisst es die Vollendung, das Ende. Makaber daran ist, dass sich eines der größten Bergbau-Unternehmen der Welt ebenso nennt und im Besitz ist von Anil Aggarwal, einem indische Milliardär, der in London lebt. Und das bedeutet das Ende der Dongria Kondh.
Die niedrigen, flachen Hügel von Süd-Orissa sind die Heimat der Dongria Kondh lange bevor es ein Land namens Indien oder einem Staat namens Orissa gab. Die britische Bergbaugesellschaft Vedanta Resources plant den Abbau von Eisenerz am Niyamgiri Berg. In der Kultur der Dongria Kondh wird dieser Berg wie eine Gottheit verehrt. Der Tagebau würde den Waldbestand massiv beschädigen, der für den Lebenserhalt der Dongria Kondh unerlässlich ist. Zudem würde das Wasser verseucht, Strassen gebaut und ein Flughafen errichtet werden.
In den letzten Jahrzehnten haben sich viele Firmen in Indien breit gemacht, Mittals, Jindals, Tata, Essar, Posco, Rio Tinto, BHP Billiton und natürlich Vedanta.
Das einzigartige Waldgebiet Dandakaranya, ca. 92.000 qkm gross, umfasst die Regionen von West Bengalen, Jharkhand, Orissa, Chhattisgarh, und Teile von Andhra Pradesh und Maharashtra, und ist die Heimat von Millionen indischer Volksstämme. Doch durch den unermesslichen Reichtum an Bodenschätzen und der noch unermesslicheren Gier der Konzerne, wurde dieses Biotop immer weiter zerstört und führte zu inneren Konflikten.
Die Schlagzeilen rauschen vorbei – wir liefern Orientierung mit Substanz Unsere aktuellen Videos zeigen, worauf es ankommt: Relevante Themen, präzise Analysen und journalistische Tiefe ohne Spektakel. Vom Brennpunkt der Weltpolitik bis zum Umbruch in der Nachbarschaft – wir bieten die Informationen, die wirklich zählen. Kein Alarmismus, keine leeren Schlagzeilen – nur das, was euch weiterbringt. […]
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